Great Barrier Reef – Nicht umsonst Weltnaturerbe

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In Australien gibt es eine Vielzahl von Wundern: Spinnen, die einem das Fürchten lehren, Highways auf denen man hundert Kilometer geradeaus fährt und ein Riff, das von weitem wie ein Herz aussieht. Eben dieses Riff ist Teil des wunderschönen, und wie üblich in Australien sehr großen, Great Barrier Reefs.

Über eine Strecke von 2.300 km erstreckt sich das Great Barrier Reef über die Nordostküste des australischen Bundesstaates Queensland. Damit ist es etwa so groß wie Japan. Ein eintägiger Tauch- oder Schnorcheltrip von Brisbane oder Cairns aus, ist garantiert ein guter Anfang, um das große Riff näher kennen zu lernen. Doch noch viel schöner ist eine mehrtägige Tour auf einem der unzähligen Boote, die das Great Barrier Reef erkunden. Dann nämlich besteht die Möglichkeit, neben dem sehr bekannten und vielbesuchten Herzriff (im Englischen tatsächlich auch „Heart Reef“ genannt), auch versteckte und einsame Schnorchelspots zu entdecken. Und bei knapp 3.000 Einzelriffen ist die Chance einen tollen Spot zu finden verhältnismäßig groß.

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Das Riff erholt sich

Vor wenigen Jahren wurde bekannt, dass das Great Barrier Reef durch eine Kombination aus Klimawandel und menschlichem Einfluss stark beschädigt wurde. Die 2 Millionen Touristen, die jährlich das Weltkulturerbe besuchten, verletzten das Riff mit ihren Flossen oder griffen in die Meeresflora- und fauna ein. Rund ein Drittel der Fläche des Great Barrier Reefs wurde folgerichtig im Jahr 2004 zu einer Schutzzone erklärt. In dieser ist seither die Fischerei sowie das Sammeln von Korallen oder Bohrungen verboten. Seitdem konnte sich das Riff langsam erholen. Die Fischbestände stabilisierten sich und die Riffe fingen an zu heilen. Natürlich hindert das verantwortungsvolle Taucher und Schnorchler aber nicht davon, sich wie ein Gast in der faszinierenden marinen Lebenswelt zu verhalten und dem Riff Respekt zu erweisen.

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Das Entdecken unbekannter Lebewesen und Lebensräume

Feuerfische, Steinfische, Nemos oder Doktorfische sind nur vier von 1.500 Fisch-Arten, die es am Great Barrier Reef zu entdecken gibt. Dazu leben hier noch Weichtiere, Schildkröten, Korallen und natürlich Säugetiere. Man könnte meinen, es herrscht eine eigene Gesellschaftsordnung unter der Meeresdecke. Eine Ordnung, die wir nur unzureichend verstehen, die es jedoch umso spannender macht, zu beobachten, wie die Tiere zusammen leben, jagen oder sich gegenseitig schützen. Ob mit Sauerstoffflasche oder Schnorchel ausgerüstet, Momente in der faszinierenden Welt zu erleben, ist für jeden Besucher ein ganz besonderes Highlight. Bewaffnet mit einer Unterwasserkamera entstehen hier Bilder für die Ewigkeit. Und mit ganz viel Glück entsteht vielleicht sogar ein „Selfie“ mit einer vorbeischwimmenden Schildkröte.



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